Corona-Krise im Kulturhof...







Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Freundinnen,

Ich möchte Euch mit diesem Brief zeigen, dass wir hier noch leben und dass es sehr traurig ist, dass wir uns zur Zeit kaum begegnen können. 

Als Verein ist zur Zeit nicht leicht unsere Ziele zu verfolgen. Verboten sind
a. Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von
b. Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich.

Eigentlich wollen wir Kunst zeigen, interessante Debatten führen, Musik zu Gehör bringen und andere Veranstaltungen durchführen. Zur Zeit ist uns bereits durch "Corona" und den daraus resultierenden Einschränkungen schon einiges an kulturellen Anregungen unmöglich geworden:

Wir hatten eine Performance Aktion geplant zum Thema Sexismus von Mahina Naomi Biede mit dem Titel: "Aber ist halt Alltag."

Hier gibt es ein paar Infos im Netz, darunter auch die Einladung des Kulturhof Peterswerder:
http://www.kulturhof-peterswerder.de/GSM/Data1/framerechts1.html
https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-mitte_artikel,-nicht-nur-ein-frauenthema-_arid,1787647.html

In Kürze hätte das Festival "So macht man Frühling" in Kooperation mit dem Bündnis für Deutsch tschechische Zusammenarbeit stattgefunden, nach 2018, 2019 nun schon zum dritten Mal mit Ausstellungen, Lesungen, Performances und Musikdarbietungen. Dabei geht es um die ganz besondere tschechische Kultur, die viel Kraft, Eigenständigkeit und Eigenwilligkeit besitzt. Als Ausstellung war geplant eine Fotoausstellung von 9 Fotografen, die 2019 eine Woche in einem Dorf in der Tschechischen Republik waren und den Ort und das Leben dort dokumentiert haben. Die Ausstellung wurde in dem Dorf im Herbst 2019 gezeigt unter dem Thema "Der fremde Blick". Hier hat die Ausstellung den Titel: "Ein böhmisches Dorf - der fremde Blick" und wird nun (so Corona will) im Herbst gezeigt. Wir hoffen, dass die Eröffnung am 28. oder 29.9. sein wird unter dem Festivaltitel: "so macht man Frühling im Herbst"...

auch hier den Link zum weiter lesen:
https://www.somachtmanfruehling.de/programm-2020-1/

Und dann hätte es im Mai eine Ausstellung gegeben mit der Bremer Künstlerin Eva Matti. Wir hätten dann so etwas von ihr sehen können:

Gestickte , genähte Bilder mit einem hintergründigen Witz. Natürlich werden wir auch diese Ausstellung nachholen. Termin ist noch nicht wieder festgelegt.

Ende Mai hatten wir eine Wochenend-Ausstellung ganz besonderer Art geplant: Drei leidenschaftliche (Hobby-)Künstlerinnen, Maike Driebe, Erika Wolters und Edda Ahlswede hätten ihre Arbeiten gezeigt.  Auch hier war die Einladungskarte schon fertig - zumindest die Vorderseite...:

Und dann wäre im Juni noch der Bremer Künstler Helmut Rieländer dran gewesen. Wir hätten von Ihm Arbeiten gesehen, die er in Thailand gemacht hat, wo er Jahrelang lebte. Auch diese Ausstellung wird nachgeholt. Wir hatten sie bereits einvernehmlich für diesen Termin gemeinsam wegen der Unsicherheiten abgesagt.

H. Rieländer, Reispflanzenbündel, Acryl auf Leinwand, 2014


Und dann, danach, so hoffen wir, wird's wieder (fast) normal...
Mit einer WE-Ausstellung vom 17. bis 19. Juli wollen wir versuchen wieder etwas normal zu werden. Erika Plamann wird unter dem Titel "kein Hase und kein Igel" in ihre skurril plastische Welt einführen:


und dann, rein theoretisch kämen dann die Sommerferien, wo, weil ja alle sicherlich dann in Urlaub sein werden (aha), kaum Betrieb sein wird. Aber wir werden uns den Verhältnissen anpassen und vielleicht ganz spontan noch das eine oder das andere aus dem Hut zaubern, wenn die Verhältnisse so (wie auch immer) sein werden.
Nach dem indonesischen (nicht geschehenen) Intermezzo von Helmut Rieländer wird es hoffentlich eine richtige, begehbare Ausstellung geben von einer koreanischen Künstlerin, Unui Jang, die in Bremen ein Atelieraufenthalt im Künstlerhaus haben wird. Sie zeigt ab dem 21.August ganz stille, meditative Bilder, wie z.B. dieses:



Das linke heißt: Five Keys, 2017, oil on canvas, Ø 30 cm,
das rechte: Two Keys, 2017, oil on canvas, Ø 24×18 cm.

Vielleicht geht's dann immer noch nur mit Mundschutz, vielleicht dürfen auch nur 10 Leute gleichzeitig die Ausstellung ansehen (oder vielleicht noch weniger), also spannend wird es schon noch werden. Und dicht gedrängelte Vernissagen wird es vielleicht erst mal nicht mehr geben. Aber nach der Ausstellung mit Unui Jang

geht es weiter mit asiatischer Kunst: ab dem 11.September (nine/eleven - ja,ja) kommt die japanische Künstlerin Izumi Ueda Yuu mit ihrem Mann Paul Kohl. sie ist Malerin und Performerin er ist Fotograf.
Dass wir uns begegnet sind ist eine eigene Geschichte, die ich dann bei der Eröffnung erzählen werde...


ein Blick auf den Ateliertisch von Izumi Ueda Yuu



und im zweiten Raum wird es Foto zu sehen geben

Und gleich nach dieser Ausstellung wird es die Ausstellung geben mit den Fotografen im Rahmen des Deutsch-Tschechischen Festivals "so macht man Frühling im Herbst"... Das habe ich aber schon weiter oben beschrieben.

Aber dann kommt noch ein Tscheche: Tomas Lahoda, er hat hier vor vielen Jahren schon einmal ausgestellt, und wir sind gespannt was er uns diesmal zeigt...  vielleicht so etwas:

Im Rahmen der globale° Festival grenzüberschreitender Literatur zeigen wir - wenn wir die nötigen Mittel dafür aufbringen (uns fehlen noch ca 1000€) Bilder eines französischen Poeten und Schriftstellers: Lucien Suel.  Vielleicht kommt dabei auch eine Kooperation mit dem Institut français zustande, er würde dann dort eine Lesung machen. bei uns wird er (wenn alles klappt) seine poèmes express  zeigen:



Eine Wochenendausstellung von Dorothee Krose wird dann noch vom 7. bis 9.11. gezeigt: eine Künstlerin mit einer großen Vitalität. Sie ist Teil der Gruppe "Spurwerk", wie schon die Künstlerinnen Maike Driebe, Erika Wolters und Edda Ahlswede.


Nun, und dann hätte ich noch meine Arbeiten gezeigt, z.B. so etwas...


Die Nationalisten, 2019

Und zu guter Letzt - wenn wir alles glücklich überstehen - gibt es im Dezember noch eine letzte WE-Ausstellung in diesem Jahr von Eva Daub und Dieter Nessmann, beide Gruppe Spurwerk:


links: Dieter Nessmann, rechts: Eva Daub


und dann wünschen wir uns frohe Weihnachten -
aber jetzt erstmal gute Gesundheit und ein langsames wieder Eintauchen in den sicherlich veränderten Alltag. Bis Bald!

herzlich Tilman